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| Jahrgang 1937
Verheiratet, 4 Töchter Lebt in Schenklengsfeld und in Berlin Polizeilaufbahn: 1963-1971: Hessisches Landeskriminalamt Wiesbaden: nacheinander Leiter der Ermittlungszentralstelle für Raub, Diebstahl und Hehlerei; der Ermittlungszentralstelle für Rauschgiftbekämpfung und der Ermittlungszentralstelle für Kapitalverbrechen, Vermisste und unbekannte Tote.
Während des Polizeidienstes war Schreiben eine Möglichkeit, Konflikte in und mit dem Beruf zu verarbeiten.Forschung Seit 1993: Forschung auf dem Gebiet des Nationalsozialismus, insbesondere in Polen. 1997: Verleihung der St. Adalbertus-Medaille der Stadt Danzig in Anerkennung der Verdienste um DanzigHobby Fotografie: Schwerpunkt Portrait - Menschen in der 3. Welt - Sinti (Ausstellung Galerie Moering Wiesbaden 1989) |
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Die Berufswahl 'Polizei' als Fehlentscheidung zu bezeichnen, wäre zu einfach, gab es 1955 kaum Entscheidungshilfen. Sich in den folgenden beiden Jahrzehnten in der Rauschgiftbekämpfung zu engagieren, guten Glaubens, durch Repression das Heroin-Problem in Frankfurt am Main in den Griff zu bekommen, bedeutete eine hohe Motivation (und Karriere). Doch es kamen Zweifel auf. Zum Beispiel, wie
schädlich Marihuana denn nun, verglichen mit Alkohol, wirklich ist. Dann
kam das Jahr '68, überzogene (polizeiliche) Maßnahmen
Eine Methode, mit Berufskonflikten fertig zu werden, ist das Schreiben. Eine andere: Kabarett zu machen. Eine dritte: Für amnesty international zu arbeiten. Für alle drei Alternativen hat sich Schenk entschieden. 1989 stieg der Kriminaldirektor in der Stabsstelle Interpol wegen unüberbrückbarer Differenzen mit dem Bundeskriminalamt aus dem Polizeiberuf aus. Dennoch kann man acht Jahre Bundeskriminalamt nicht als Flop bezeichnen. Man kann es auch nicht als vergeudete Zeit wegstecken, dafür ist zu viel passiert. Denn es bedeutete acht Jahre Umgang mit Folterregime in aller Welt in der Erwartung des Arbeitgebers, dies mit einem dienstfreudigen Gesicht zu erledigen. Und es hatte die (banale) Erkenntnis zur Folge, dass der Skrupellose Erfolg und damit die Macht und zwangsläufig auch das Geld hat. Nicht zur Polizei gegangen zu sein, hätte vielleicht einen zufriedenen Menschen aus ihm gemacht. Wahrscheinlich wäre es die schlechtere Alternative gewesen. Dieter Schenk (Jahrgang 1937) lebt als freier
Autor auf dem Land in Waldhessen.
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Dieter Schenk war als Kriminaldirektor im
Bundeskriminalamt jahrelang Berater des Auswärtigen Amtes in Fragen der
Sicherheit des diplomatischen Dienstes im Ausland; 1989 schied er auf
eigenen Antrag aus dem Polizeidienst aus. Als freier Publizist
spezialisierte er sich auf Themen der Inneren Sicherheit, der
Menschenrechte und des Nationalsozialismus, die für ihn einen inneren
Zusammenhang aufweisen. |
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